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Nummer Eins für Hausberger


Transports Hausberger in Reichshoffen im Elsass setzt erstmals auf einen Langholzzug mit Nachläufer von DOLL. Die Kombination ist für Einsätze beiderseits der deutsch-französischen Grenze maßgeschneidert.

Von einheitlichen Regelungen im Holztransport ist man in der EU noch immer weit entfernt. Wo in Frankreich zum Beispiel 57 Tonnen auf sechs Achsen erlaubt sind, ist in Deutschland bei 40 oder maximal 44 Tonnen auf fünf Achsen Schluss. „Das Leergewicht ist bei uns daher ein wesentlicher Punkt“, erzählt Olivier Leichnam, Fahrer beim elsässischen Holztransporteur Hausberger. „Wir sind viel auf der deutschen Seite unterwegs, da müssen wir auch mit dem Sechsachser noch auf eine gute Nutzlast kommen.“

 Bei der jüngsten Neuanschaffung entschied sich Hausberger daher für die Kombination aus einem Volvo FH540 6x4 mit 24-Metertonnen-Kran und dreiachsigem Selbstlenker von DOLL. „Damit liegt das Leergewicht je nach Tankfüllung bei 21,6 Tonnen, das ist gut“, bestätigt Olivier aus seiner langjährigen Erfahrung. Ebenso schätzt er die Liftachse am Nachläufer, um zum Beispiel bei Teilbeladung auf matschigem Waldboden mehr Gewicht auf die Achsen zu bekommen. „Auch die hydraulische Lenkung arbeitet einwandfrei. Man hat vorwärts wie rückwärts eine hohe Wendigkeit und der Nachläufer läuft der Zugmaschine schön hinterher.“ Der Dreiachser ist mit der DOLL-Lenkung „KOMPAKT“ ausgerüstet, die für ein leichtes und verschleißarmes System mit sehr direkter Lenkwirkung in Zwei-Zylinder-Bauweise steht. Ein weiterer Fokus lag auf kompakten Abmessungen mit kleinem Wendekreis und leichter Manövrierbarkeit bei Leerfahrt. Die Zugmaschine weist daher nur 3,90 Meter Radstand auf und dazu einen sehr kurzen Aufbau. Beim Aufsatteln wird der Nachläufer eng an die Kransäule verladen und die dritte Achse hängt frei über dem Heck.

Sehr gut kommt bei Olivier auch das vorn über der Scheibe montierte DOLL-Bedienfeld mit Tastenbeleuchtung an („viel praktischer als irgendwo rechts in der Armatur “), mit dem sich zahlreiche Funktionen von Aufbau und Nachläufer steuern lassen. In Kombination mit der Achslastanzeige im Fahrzeug-Display (vom EBS des Nachläufers per CAN-Bus übermittelt) ist die Informationslage auf seinen Touren optimal.

Abstriche bei der Stabilität sind mit der relativ leichten und kompakten Kombination nicht verbunden, im Gegenteil. Wie bei den meisten von DOLL nach Frankreich gelieferten Anhängern und Aufbauten sind die Kugellenkkränze doppelreihig ausgeführt und somit für vertikale Kräfte bis 20 Tonnen ausgelegt. Bei den einreihigen Varianten, die angesichts der geringeren Transportgewichte in Deutschland üblich sind, beträgt die zulässige Axialbelastung 12 Tonnen. Mit Blick auf höhere Traglastreserven und geringeren Verschleiß greifen inzwischen aber auch einige deutsche Holztransporteure zur doppelreihigen Variante.

Mit einfach mechanisch ausziehbaren, runden Rungen und einem steckbaren Stahl-Gleitrohr als Be- und Entladehilfe hinter dem Schemel entspricht der DOLL-Aufbau ebenfalls französischem Standard. Auch hier sind die Unterschiede zum deutschen Markt unübersehbar: Üblich sind hier Vierkant-Rungen und das Gleitrohr wird nur sehr selten nachgefragt (obwohl es beim drüberziehen abgelegter Stämme unbestreitbar gute Dienste leistet). In einem weiteren Punkt ging Hausberger ebenfalls auf Nummer Sicher: Statt der Standard-Stützbeinbrücke verfügt der Kran über eine Lafettenabstützung, um auch in sehr unebenem Gelände – beispielsweise am Waldrand mit einem Acker vis-à-vis – maximale Standfestigkeit zu gewährleisten. Zwar ist diese Variante auch in Deutschland nicht völlig fremd, aber maximal bei etwa 20 bis 30 Prozent der Kunden verbreitet.

Schon eher eine deutsch-französische Gemeinschaftslösung stellt die von DOLL angebotene Option dar, den Schemel über einen Zwischenring und Konusbefestigung mit dem Hilfsrahmen zu verbinden. Damit lässt sich der Schemel mit geringem Aufwand demontieren, was einerseits Wartungsarbeiten erleichtert, andererseits auch den schnellen Austausch mit einer Sattelplatte ermöglicht: Die Zugmaschine ist so noch flexibler nutzbar.

 

Über Transports Hausberger

Seit den Anfangstagen mit Pferdefuhrwerken dreht sich bei Hausberger in Reichshoffen im Elsass alles um den Holztransport. Heute präsentiert sich das von Didier Hausberger geleitete Unternehmen als kleiner, aber feiner Familienbetrieb mit drei Nachläufer- und Sattelzügen für Kurz- und Langholz. Die regelmäßigen Einsatzgebiete erstrecken sich auf französischer Seite über das Elsass und die Vogesen, auf deutscher Seite über die Pfalz und Baden.