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Transporte in neuer Dimension: Rotorblätter für moderne Windturbinen


Schwertransport-Spezialist Rostock-Trans setzt beim Transport moderner Rotorblätter für neue Windturbinen-Modelle auf Nachläufer der Serie DOLL VARIO. Geschäftsführer Laars Hennek berichtet aus der Praxis.

Semitieflader kontra Nachläufer: Beim Transport von Rotorblättern kommen derzeit noch beide Systeme zum Einsatz. Laars Hennek, Geschäftsführer der Rostock-Trans GmbH, sieht allerdings eine eindeutige Tendenz: „Die Entwicklung bleibt nicht stehen. Bei den Blättern der Nordex-Group zum Beispiel sind wir mit den Typen NR 74 schon bei 72,5 Meter Länge und rund 22 Tonnen Eigengewicht.“ Bei Rotorblättern dieser neuen Generation setzt Rostock-Trans mittlerweile generell auf Nachläufer.

Leicht, flexibel und wendig
Als jüngste Fuhrparkerweiterung wurden nun drei DOLL VARIO N4S-0195 mit passenden Aufnahmeadaptern für die Zugmaschinen in Dienst gestellt. Die vierachsigen Nachläufer überzeugen dabei mit geringem Eigengewicht, hoher Flexibilität und Wendigkeit. „Ohne den tiefhängenden Teleskopausschub, den der Semitieflader nun mal mit sich bringt, hat man mit den Nachläufern maximale Bodenfreiheit“, führt Hennek aus. „Zur Überschwenkung von Hindernissen wie Leitplanken, Schildern, Mauern und Zäunen sind dadurch in den meisten Fällen keine kostspieligen Demontagen nötig. Bis zu 85 Grad Schwenkbereich und die Verschiebbarkeit der Flügelspitze auf dem Nachläufer – und damit variable Überhänge von sechs bis zwölf Metern – bieten eine bisher unerreichte Rangierfähigkeit. Zudem können wir mit den VARIO-Vierachsern extrem leichte Fahrzeugkombinationen mit sehr geringen Achslasten realisieren. Entsprechend größer ist die Eignung für gewichtsbeschränkte Strecken.“

„Das Herzstück der Transporteinheit ist das bombenfeste Wechselsystem auf dem Lkw“, ergänzt Rolf Gerhardt, Leiter Produktmanagement der DOLL Fahrzeugbau GmbH. „Die kombinierte Dreh-/Wipplagerung gewährleistet das gleichförmige wippen des Rotorblattes und des Wipplagers über dem Drehpunkt auf der Zugmaschine. Dabei entstehen keine Torsionsmomente und auch hohe Schwerpunkte können sicher gefahren werden, was in Extremsituationen enorm hilfreich ist.“

Ein weiterer Faktor betrifft die Luft nach oben, wie Hennek betont: „Durch niedriges Ankuppeln bleiben wir auch mit den 72-Meter-Blättern unter der Vier-Meter-Marke, was weitere Möglichkeiten eröffnet. Ich denke da zum Beispiel an die Nord-Süd-Achse A7 mit dem Elbtunnel oder die Umfahrung München.“ Im Gegensatz dazu führt der wachsende Blatt-Wurzeldurchmesser, der mit der Länge ebenfalls zunimmt, auf konventionellen Trailern bereits zu erheblichen Problemen. „Da passt mit dem zugehörigen Transportgestell kaum noch ein Auflieger drunter“, erklärt Hennek. „Und spätestens bei 4,50 Metern ist der Knackpunkt erreicht, bei dem man noch relativ problemlos eine Genehmigung für Autobahnfahrten bundesweit bekommen kann. Beim Semitrailer bleibt da kaum Luft nach unten: Das Teleskop ist dann teilweise nur noch wenige Zentimeter über der Fahrbahn und setzt bei jeder Unebenheit auf.“ 

Möglichkeiten am Limit
„Bei Windkraftanlagen geht der Trend zu immer längeren Blättern“, stellt Laars Hennek fest. „Die Nordex-Group berücksichtigt die damit wachsenden Transportanforderungen bereits bei der Entwicklung der Anlagen mit.“ Immer mehr Hersteller beschäftigen sich inzwischen intensiv mit dem Transport von langen Blättern und müssen dann feststellen, dass die Transportmöglichkeiten mit konventionellen Semitrailern allmählich am Limit sind.

Am Ende stellt sich, wie so oft, auch die reine Kostenfrage. „Das Transportequipment ist sowieso schon teuer“, meint Hennek lapidar. „Mit jedem Meter Teleskopausschub werden die Semitrailer noch teurer – und schwerer. Am Ende braucht man dann vielleicht eine Fünfachs-Zugmaschine, wodurch dann wieder der Aufliegerhals länger werden muss und das realistische Nutzlastplus immer weiter schrumpft. Alternativ ist zwar der Einsatz von Vorlaufachsen möglich, aber das bringt erhebliche Nachteile im Rangierbetrieb.“ Mit den neuen, vierachsigen VARIO-Nachläufern im Fuhrpark sieht er der näheren Zukunft dagegen ziemlich gelassen entgegen: „Damit sind wir auch für Blätter bis 100 Metern Länge und 33 Tonnen Gewicht noch gut gewappnet.“

Über Rostock-Trans
Die Rostock-Trans GmbH (www.rostock-trans.de) verfügt über jahrzehntelange Erfahrung bei Großraum- und Schwertransporten in ganz Europa. Von der Auswahl der passenden Zugkombination über Streckenerkundung, Genehmigungsverfahren und Polizeibegleitung übernehmen die norddeutschen Spezialisten die komplette Planung und Durchführung. Dabei liegen die Schwerpunkte vor allem in den Bereichen Windkraft, Schiffspropeller, Großanlagen, Transformatoren, Baumaschinen, Werft- und Yachttransporte

Technische Daten:
DOLL VARIO N4S-0195
Gesamtlänge inkl. Zuggabel: 7.980 mm
Fahrzeugbreite: 2.550 mm
Ladehöhe Oberkante Schemel (beladen): 1.480 mm
Gesamtgewicht, techn. (80/60 km/h): 40.000/41.200 kg
Leergewicht (+/–3 %): 8.700 kg
Nutzlast, techn. (80/60 km/h): 31.300/32.500 kg
Aufbau: DOLL-Spezialschemel bis 60 t Auflagegewicht
Fahrwerk:
4 luftgefederte BPW-Achsen mit Trommelbremsen, 2 mit ABS, alle mit AGS (automatischer Gestängesteller),
1. und 2. Achse auf Drehgestell mit Kugeldrehkranz, 3. und 4. Achse starr; Bereifung 285/70 R 19,5.

Hubadapter für Rotorblatttransport
H x B x L: ca. 3.400 x 2.940 x 3.500 mm
Aufsattelhöhe: ca. 3.500 mm
Sattellast (max.): 23.000 kg
Eigengewicht: ca. 3.000 kg
Abstützung:
mechanische Abstützung für 24 t Hublast vor dem Vertikalrahmen montiert zum Heben und Senken des Hubadapters.

Über DOLL Fahrzeugbau
Die DOLL Fahrzeugbau GmbH mit Hauptsitz und Stammwerk in Oppenau im Schwarzwald ist einer der führenden europäischen Hersteller von Holz- und Schwertransportern. Im Geschäftsbereich Flugfeld werden Scheren-Hubfahrzeuge gefertigt, insbesondere für Wartung und Catering. Zum Hauptsitz addieren sich die DOLL Sachsen GmbH in Mildenau sowie seit 2016 die US-amerikanische Tochter¬gesellschaft DOLL America Inc. in Bridgeport, New Jersey. Flankierend zu Entwicklung und Produktion bietet DOLL Schulungen und Trainings, technischen Support, Werkstatt- und mobilen Service an. Mietfahrzeuge (DOLL Rental) runden das Servicespektrum ab. Das im Jahr 1878 gegründete Traditionsunternehmen beschäftigt heute zirka 350 Mitarbeiter und baut rund 1.000 Fahrzeuge pro Jahr.

 

Pressekontakt

Katharina Luchner

Leitung Marketing
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